Die Bibliothek der Geister, der magische Schlüssel – D.J. MacHale

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Marcus sieht in letzter Zeit seltsame Dinge. Ein Mann im Bademantel scheint ihn zu verfolgen und eine alte Frau fordert ihn ständig dazu auf, irgendeinen Schlüssel herzugeben. Das Komische ist nur, dass außer ihm niemand diese Personen zu sehen scheint. Seine Adoptiveltern halten ihn mittlerweile schon für verrückt. Doch als Marcus durch Zufall herausfindet, dass der Mann im Bademantel bereits verstorben ist, fängt das ganze Chaos erst richtig an… „Die Bibliothek der Geister“ ist für Kinder ab 10 Jahren gedacht und dementsprechend ist die Geschichte auch geschrieben. Die Schrift ist sehr groß und die Seiten sind nicht übermäßig mit Text gefüllt. Die Story lässt sich sehr flüssig lesen und man ist eigentlich direkt im Geschehen drin. Teilweise empfand ich die Geschichte jedoch als etwas vorhersehbar. Trotzdem fand ich das Buch spannend und originell. Trotz der kleineren Schwächen, hat mir die Geschichte gut gefallen. Ein kurzweiliges Buch, das für alle Altersklassen geeignet ist.

Der zauberhafte Trödelladen – Manuela Inusa

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Ruby hat einen kleinen Antiquitätenladen in der Valerie Lane, den sie von ihrer Mutter geerbt hat. Seit deren Tod hat sich ihr Vater immer mehr zurückgezogen und verlässt das Haus nur noch sehr selten. Ruby gibt ihr Bestes, um den Laden über Wasser zu halten und sich gleichzeitig um ihren Vater zu kümmern. Ihre Freundinnen, die auch kleine Läden in der Umgebung besitzen, unterstützen sie, wo sie nur können. Und dann ist da auch noch der Obdachlose Gary, zu dem sie einen ganz besonderen Draht zu haben scheint… Der zauberhafte Trödelladen ist der dritte Band einer Reihe. Ich muss zugeben, dass ich die ersten beiden Teile nicht gelesen habe, dies stellte aber keinerlei Problem für mich dar. Die Geschichten sind alle in sich abgeschlossen und lassen sich unabhängig voneinander lesen. Ich habe dieses Buch als regelrechten „Wohlfühlroman“ empfunden. Die Geschichte lässt sich sehr unbeschwert lesen und man möchte am liebsten selbst einen kleinen Laden in der Valerie Lane eröffnen. Der Schreibstil erschien mir zwar recht einfach, jedoch keineswegs anspruchslos. Die Charaktere waren sehr gut ausgearbeitet und ich konnte mich direkt in das Geschehen hineinversetzen.

Sommer in Bloomsburry – Annie Darling

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Verity arbeitet in einer kleinen Buchhandlung in Bloomsburry. Ihre Freunde und Kollegen möchten sie ständig verkuppeln, doch eigentlich ist sie mit ihrem Single Leben zufrieden. Als sie durch Zufall den attraktiven Johnny bei ihrem Lieblingsitaliener kennenlernt, gibt sie diesen kurzerhand als ihren Freund aus. Der junge Mann hat ähnliche Probleme wie sie und ist mit dem Arrangement einverstanden… Zunächst einmal möchte ich sagen, dass der Klappentext des Buches irgendwie von der Geschichte abweicht. Hier ist die Rede von Peter Hardy, dem Ozeanographen, der keine wirklich wichtige Rolle in diesem Buch spielt. Das hat mich von Anfang an sehr gestört. Mit Verity konnte ich auch nicht so wirklich warm werden. Die Tatsache, dass sie als erwachsene Frau einen Scheinfreund sucht, um ihre Freunde zu beruhigen, fand ich äußerst naiv und kindisch. Leider ging es mir mit Johnny ähnlich. Der junge Mann weint seiner großen Liebe hinterher und lässt sich deshalb auf dieses Arrangement ein. Durch dieses schwer nachvollziehbare Verhalten ließ sich die Story für mich äußerst unangenehm lesen. Wenn man sich jedoch auf diese Gegebenheiten einlassen kann, dann bietet sich einem ein leichter, unbeschwerter Sommerroman eingebettet in eine schöne Kulisse.

Bert Wagendorp – Ventoux

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Die fünf Freunde André, Bart, Joost, David und Peter verbringen den Sommer 1982 gemeinsam mit einer Fahrt auf den legendären Mont Ventoux. Damals waren sie alle verliebt in die wunderschöne Laura, die jedoch plötzlich verschwand. Doch Dreißig Jahre später taucht Laura ohne jede Vorwarnung wieder auf und lädt die Freunde in die Provence ein. Sie möchte den Männern endlich erzählen, was damals vorgefallen ist… Jeder Radsport Fan kennt ihn, den Mont Ventoux. Als begeisterter Frankreich Urlauber wollte ich mir diese Kulisse natürlich nicht entgehen lassen. Die Geschichte ist eine Art Mischung aus Radsport, Romantik und einem unverarbeiteten Jugendtrauma. Jeder der Männer bringt seine eigenen Lebenserfahrungen und Schicksale mit. Gemeinsam wollen die Freunde jedoch die Geschehnisse von damals aufarbeiten. Die Geschichte wechselt ständig von der Gegenwart in die Vergangenheit. Insgesamt hat mir die Story sehr gut gefallen, allerdings fand ich das Ende etwas zäh.

Fallende Stadt – Lauren DeStefano

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Morgan lebt gemeinsam mit ihrer Familie in einer schwebenden Stadt. Ihre Heimat gilt als vollkommen sicher, da alles strengstens überwacht wird. Es ist verboten, die Grenzen der Stadt zu überschreiten. Es gibt klare Regeln, sogar die Eheschließung und der Tod eines jeden Bewohners werden genauestens geplant und vorherbestimmt. Doch dann passiert etwas vollkommen unvorhersehbares, ein Mensch wird in der scheinbar sicheren Stadt ermordet… Der Einstieg in die Geschichte erschien mir etwas schwierig. Es dauerte eine Weile, bis ich vollkommen in die Story eintauchen konnte. Die Idee einer schwebenden Stadt fand ich sehr faszinierend. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Morgan, was ich als sehr angenehm empfunden habe. Insgesamt hatte ich jedoch das Gefühl, dass die Story etwas detailierter hätte erzählt werden können. Trotzdem freue ich mich auf Band 2

Geht doch! Wie ein paar Schritte mehr unser Leben besser machen – Uli Hauser

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Der Stern-Reporter Uli Hauser hat es gewagt. Worüber viele Leute nur reden, das hat er in die Tat umgesetzt. Er packte seinen kleinen Rucksack und lief einfach los. Als Ziel hat er sich Italien ausgesucht. Auf seinem Weg lernt er viele interessante Menschen und Orte kennen. Er ist der festen Überzeugung, dass es den Menschen besser ginge, wenn alle einfach ein bisschen mehr laufen würden. Dabei spielt auch Achtsamkeit in all ihren Facetten eine große Rolle. Geht doch! Von Uli Hauser ist ein sehr abwechslungsreiches Buch, voller neuer Erkenntnisse. Was das Buch so spannend macht, sind die Begegnungen und Gedanken auf seiner Reise. Jedoch muss ich zugeben, dass ich den Schreibstil teilweise als etwas anstrengend empfunden habe, da Uli Hauser in seinen Erzählungen stark ausschweift und viele Themen beleuchtet, die nicht unbedingt im Mittelpunkt stehen. Trotzdem hat mich dieses Buch zum Nachdenken angeregt und in mir die Lust geweckt, einfach loszulaufen.

Die geliehene Schuld – Claire Winter

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Kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges scheint der junge Journalist Jonathan einen Skandal aufgedeckt zu haben. Bevor er seine Beobachtungen dazu veröffentlichen konnte, wurde er von einem Lastwagen überfahren. Vor seinem Tod gelang es ihm jedoch, seine Unterlagen seiner langjährigen Freundin und Kollegin Verena zuzuschicken. Diese ist zu tiefst erschüttert über den plötzlichen Tod ihres Freundes. Als sie versucht, Jonathans Erkenntnisse weiter zu erforschen, befindet auch sie sich plötzlich in unmittelbarer Gefahr… „Die geliehene Schuld“ spielt in einer Epoche, mit der ich mich bisweilen noch nicht wirklich auseinander gesetzt habe. Deutschland befand sich nach dem Ende des Krieges in einer schwierigen Phase. Das Land wurde in mehrere Besatzungszonen aufgeteilt und es herrschte nach wie vor Armut. Trotz der Entnazifizierung befanden sich immer noch einige hochrangige Nazi-Offiziere in Deutschland, die versucht haben, mit einer neuen Identität unterzutauchen. Die Geschichte wird aus der Sicht mehrerer Menschen erzählt. Neben Verena und Jonathan tauchen weitere Charaktere auf, wie z.B. Marie, die als Sekretärin bei der CDU arbeitet und die Freundin von Jonathan ist, oder auch Lina Löwi, eine junge Jüdin, deren Familie von den Nationalsozialisten getötet wurde. Die Geschichte nahm durch ständig neu auftretende Ereignisse sehr schnell an Fahrt auf. Einige Vorkommnisse haben mich wirklich zutiefst schockiert. Trotz des beklemmenden Themas fand ich dieses Buch sehr spannend und interessant. Claire Winter hat es geschafft, die Nachkriegszeit in Deutschland durch erstklassige Recherchen darzustellen.