Sommer in Bloomsburry – Annie Darling

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Verity arbeitet in einer kleinen Buchhandlung in Bloomsburry. Ihre Freunde und Kollegen möchten sie ständig verkuppeln, doch eigentlich ist sie mit ihrem Single Leben zufrieden. Als sie durch Zufall den attraktiven Johnny bei ihrem Lieblingsitaliener kennenlernt, gibt sie diesen kurzerhand als ihren Freund aus. Der junge Mann hat ähnliche Probleme wie sie und ist mit dem Arrangement einverstanden… Zunächst einmal möchte ich sagen, dass der Klappentext des Buches irgendwie von der Geschichte abweicht. Hier ist die Rede von Peter Hardy, dem Ozeanographen, der keine wirklich wichtige Rolle in diesem Buch spielt. Das hat mich von Anfang an sehr gestört. Mit Verity konnte ich auch nicht so wirklich warm werden. Die Tatsache, dass sie als erwachsene Frau einen Scheinfreund sucht, um ihre Freunde zu beruhigen, fand ich äußerst naiv und kindisch. Leider ging es mir mit Johnny ähnlich. Der junge Mann weint seiner großen Liebe hinterher und lässt sich deshalb auf dieses Arrangement ein. Durch dieses schwer nachvollziehbare Verhalten ließ sich die Story für mich äußerst unangenehm lesen. Wenn man sich jedoch auf diese Gegebenheiten einlassen kann, dann bietet sich einem ein leichter, unbeschwerter Sommerroman eingebettet in eine schöne Kulisse.

Bert Wagendorp – Ventoux

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Die fünf Freunde André, Bart, Joost, David und Peter verbringen den Sommer 1982 gemeinsam mit einer Fahrt auf den legendären Mont Ventoux. Damals waren sie alle verliebt in die wunderschöne Laura, die jedoch plötzlich verschwand. Doch Dreißig Jahre später taucht Laura ohne jede Vorwarnung wieder auf und lädt die Freunde in die Provence ein. Sie möchte den Männern endlich erzählen, was damals vorgefallen ist… Jeder Radsport Fan kennt ihn, den Mont Ventoux. Als begeisterter Frankreich Urlauber wollte ich mir diese Kulisse natürlich nicht entgehen lassen. Die Geschichte ist eine Art Mischung aus Radsport, Romantik und einem unverarbeiteten Jugendtrauma. Jeder der Männer bringt seine eigenen Lebenserfahrungen und Schicksale mit. Gemeinsam wollen die Freunde jedoch die Geschehnisse von damals aufarbeiten. Die Geschichte wechselt ständig von der Gegenwart in die Vergangenheit. Insgesamt hat mir die Story sehr gut gefallen, allerdings fand ich das Ende etwas zäh.

Fallende Stadt – Lauren DeStefano

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Morgan lebt gemeinsam mit ihrer Familie in einer schwebenden Stadt. Ihre Heimat gilt als vollkommen sicher, da alles strengstens überwacht wird. Es ist verboten, die Grenzen der Stadt zu überschreiten. Es gibt klare Regeln, sogar die Eheschließung und der Tod eines jeden Bewohners werden genauestens geplant und vorherbestimmt. Doch dann passiert etwas vollkommen unvorhersehbares, ein Mensch wird in der scheinbar sicheren Stadt ermordet… Der Einstieg in die Geschichte erschien mir etwas schwierig. Es dauerte eine Weile, bis ich vollkommen in die Story eintauchen konnte. Die Idee einer schwebenden Stadt fand ich sehr faszinierend. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Morgan, was ich als sehr angenehm empfunden habe. Insgesamt hatte ich jedoch das Gefühl, dass die Story etwas detailierter hätte erzählt werden können. Trotzdem freue ich mich auf Band 2

Geht doch! Wie ein paar Schritte mehr unser Leben besser machen – Uli Hauser

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Der Stern-Reporter Uli Hauser hat es gewagt. Worüber viele Leute nur reden, das hat er in die Tat umgesetzt. Er packte seinen kleinen Rucksack und lief einfach los. Als Ziel hat er sich Italien ausgesucht. Auf seinem Weg lernt er viele interessante Menschen und Orte kennen. Er ist der festen Überzeugung, dass es den Menschen besser ginge, wenn alle einfach ein bisschen mehr laufen würden. Dabei spielt auch Achtsamkeit in all ihren Facetten eine große Rolle. Geht doch! Von Uli Hauser ist ein sehr abwechslungsreiches Buch, voller neuer Erkenntnisse. Was das Buch so spannend macht, sind die Begegnungen und Gedanken auf seiner Reise. Jedoch muss ich zugeben, dass ich den Schreibstil teilweise als etwas anstrengend empfunden habe, da Uli Hauser in seinen Erzählungen stark ausschweift und viele Themen beleuchtet, die nicht unbedingt im Mittelpunkt stehen. Trotzdem hat mich dieses Buch zum Nachdenken angeregt und in mir die Lust geweckt, einfach loszulaufen.

Die geliehene Schuld – Claire Winter

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Kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges scheint der junge Journalist Jonathan einen Skandal aufgedeckt zu haben. Bevor er seine Beobachtungen dazu veröffentlichen konnte, wurde er von einem Lastwagen überfahren. Vor seinem Tod gelang es ihm jedoch, seine Unterlagen seiner langjährigen Freundin und Kollegin Verena zuzuschicken. Diese ist zu tiefst erschüttert über den plötzlichen Tod ihres Freundes. Als sie versucht, Jonathans Erkenntnisse weiter zu erforschen, befindet auch sie sich plötzlich in unmittelbarer Gefahr… „Die geliehene Schuld“ spielt in einer Epoche, mit der ich mich bisweilen noch nicht wirklich auseinander gesetzt habe. Deutschland befand sich nach dem Ende des Krieges in einer schwierigen Phase. Das Land wurde in mehrere Besatzungszonen aufgeteilt und es herrschte nach wie vor Armut. Trotz der Entnazifizierung befanden sich immer noch einige hochrangige Nazi-Offiziere in Deutschland, die versucht haben, mit einer neuen Identität unterzutauchen. Die Geschichte wird aus der Sicht mehrerer Menschen erzählt. Neben Verena und Jonathan tauchen weitere Charaktere auf, wie z.B. Marie, die als Sekretärin bei der CDU arbeitet und die Freundin von Jonathan ist, oder auch Lina Löwi, eine junge Jüdin, deren Familie von den Nationalsozialisten getötet wurde. Die Geschichte nahm durch ständig neu auftretende Ereignisse sehr schnell an Fahrt auf. Einige Vorkommnisse haben mich wirklich zutiefst schockiert. Trotz des beklemmenden Themas fand ich dieses Buch sehr spannend und interessant. Claire Winter hat es geschafft, die Nachkriegszeit in Deutschland durch erstklassige Recherchen darzustellen.

One of us is lying – Karen McManus

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Addy, Brownwyn, Cooper, Nate und Simon müssen gemeinsam nachsitzen. Als Simon einen Becher Wasser trinkt, bekommt er einen allergischen Schock und stirbt. Die anderen Schüler müssen ihm dabei vollkommen hilflos zusehen. Die gerichtsmedizinischen Untersuchungen ergeben, dass Erdnussöl in sein Wasser gemischt wurde. Als dann auch noch rauskommt, dass Simon am nächsten Tag unangenehme News über die vier Jugendlichen in seiner Läster App veröffentlichen wollte, stehen die Schüler unter dringendem Mordverdacht… Da „One of us is lying“ sehr stark gehyped wurde, wollte auch ich mir eine Meinung dazu bilden können. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Addy, Brownwyn, Cooper und Nate erzählt, es fällt einem jedoch sehr leicht den Überblick zu behalten. Man erfährt immer mehr pikante Details über die vier Teenager und merkt schnell, dass jeder von ihnen seine eigenen düsteren Geheimnisse hat. Die Vier entsprechen jedoch voll und ganz dem gängigen US Highschool Klischee. So gibt es zum Beispiel einen Football Spieler, eine Homecoming Queen usw. Das Buch hat mich sehr an „Pretty little liars“ erinnert. Da ich diese Serie und die dazugehörigen Bücher liebe, hat mich diese Geschichte natürlich sofort angesprochen. Mir war auch lange nicht klar, wer der Mörder von Simon sein könnte, dadurch hat die Story auch kaum an Spannung verloren. Mir hat das Buch wirklich gut gefallen und ich hoffe, in Zukunft weitere Geschichten von Karen McManus lesen zu können.

Jackaby – Die verschwundenen Knochen von William Ritter

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Abigail und Jackaby werden in ein kleines verschlafenes Dorf gerufen. Dort wurden die Knochen eines Dinosauriers gefunden. Zeitgleich geschehen in dem beschaulichen Örtchen zwei unerklärliche Morde. Bereits nach kurzer Zeit finden die beiden jedoch heraus, dass es sich bei den gefundenen Überresten nicht um die eines Dinosauriers handeln kann. Als dann auch noch Teile des Skelettes gestohlen werden, steht für die beiden fest, dass hier etwas ganz und gar nicht mit rechten Dingen zugehen kann… Ich habe mich sehr auf die Fortsetzung von Jackaby gefreut. Genau wie im ersten Teil geht es auch hier wieder um äußerst ungewöhnliche Gestalten und Ereignisse übernatürlicher Natur. Abigail lebt sich immer mehr in New Fiddleham ein und geht in ihrer neuen Rolle als Ermittlerin für Übersinnliches auf. Auch Junior Detective Charlie Cane, den man bereits aus Band 1 kennt und in den Abigail ein klein wenig verliebt ist, taucht im zweiten Band wieder auf. Anfänglich liest sich das Buch sehr flüssig und die Geschichte mit den Gestaltwandlern, denen sich das Team am Anfang widmen muss, ist sehr interessant und abwechslungsreich. Jedoch wird die Geschichte im Mittelteil recht zäh. Man hat teilweise das Gefühl, dass über Seiten hinweg einfach nichts Interessantes mehr geschieht. Es ist kein Vergleich zum ersten Buch, das durchweg spannend und mitreißend geschrieben ist. Man erwartet weitere übersinnliche Akzente, wird jedoch enttäuscht. Gegen Ende bekommt die Geschichte jedoch nochmal einiges an Spannung. Mein Fazit: Nette Geschichte, jedoch kein Vergleich zu Band 1. Ich hoffe, der dritte Teil wird wieder besser.