Sommerhaus zum Glück – Anne Sanders

Elodie hat eine gescheiterte Beziehung hinter sich. Da sie einen Neuanfang wagen möchte, kauft sie vollkommen überstürzt ein altes Bed & Breakfast Hotel in Cornwall. Allerdings kennt sie dieses Haus nur von Bildern. Als sie in England ankommt muss sie feststellen, dass das Gebäude in keinem guten Zustand ist. Doch zum Glück sind die Bewohner des kleines Dörfchens sehr hilfsbereit und stehen ihr mit Rat und Tat zur Seite. „Sommerhaus zum Glück“ ist ein schöner, einfacher Sommerroman, der Lust auf Urlaub am Meer macht. Das kleine Dörfchen in Cornwall lädt zum Träumen ein. Elodie war mir von Anfang an sympathisch, allerdings fand ich es etwas unrealistisch, dass sie ihr Leben in Deutschland so überstürzt hinter sich lässt, um ein Hotel in England zu kaufen. Es hat mich etwas gestört, dass die Sichtweise immer wieder zu Elodies Freundin Helen wechselt.

Sommerträume auf Cape Cod – Ella Thompson

Der Arzt Andrew Hunter begeht einen folgenschweren Fehler im Krankenhaus und wird vorerst suspendiert. Um auf andere Gedanken zu kommen, flüchtet er nach Sunset Cove. Hier hat er die Sommer seiner Kindheit verbracht und auch seine erste große Liebe Holly kennengelernt. Sie lebt immer noch auf der Halbinsel und Andrew fühlt sich direkt wieder zu ihr hingezogen, doch er kann nur schwer vergessen, was damals vorgefallen ist…

Im zweiten Band der Lighthouse Saga geht es um Andrew. Er ist der Bruder des Protagonisten des ersten Buches. Die Geschichte ähnelt vom Aufbau her sehr „Rückkehr nach Sunset Cove“. Beide Männer landen nach einem Schicksalsschlag wieder auf der Halbinsel. Trotzdem erscheint die Geschichte um Andrew keineswegs langweilig. Der Schreibstil von Ella Thompson ist sehr lebendig und emotional. Leider fand ich die Geschichte etwas vorhersehbar. Trotzdem freue ich mich schon auf Band 3 der Lighthouse Saga.

Hibiskusblütenmeer – Isabelle Broom

Hannah ist heimlich verliebt in ihren Chef Theo. Dieser möchte sie mit auf eine Reise nach Spanien nehmen, um dort einen Dokumentarfilm zu drehen. Hannah hofft, dass die beiden sich dort endlich näher kommen. Doch dann taucht ihre nervige Halbschwester Nancy in Spanien auf…

Hibiskusblütenmeer ist ein typischer Sommerroman. Die Geschichte spielt in dem malerischen Örtchen Mojácar in Spanien. Hannah ist eine authentische Protagonistin, allerdings fand ich Theo etwas unsympathisch. Der Schreibstil ist sehr angenehm und die Geschichte ist nicht so vorhersehbar, wie man im ersten Moment glauben könnte. Das Ende hat mich wirklich überrascht.

Ophelia Scale – Die Welt wird brennen

Lena Kiefer Ophelia lebt in einer Welt, in der jegliche Technologien von der Regierung verboten wurden. Sie möchte sich mit dieser Tatsache jedoch nicht abfinden und schließt sich einer Rebellengruppe an. Ophelia hat nur ein einziges Ziel vor Augen, sie möchte den König zu Fall bringen… Am Anfang habe ich mir sehr schwer getan, in die Geschichte reinzukommen. Ophelia ist nicht wirklich eine Protagonistin, mit der man direkt warm wird. Sie ist sehr technikbegeistert und lehnt Menschen ab, die z.B. töpfern, Gemüse anbauen usw. Obwohl das Leben ohne Technologien auch Vorteile zu haben scheint, will sich Ophelia ganz und gar nicht darauf einlassen. Als sie mit der Rebellengruppe versucht, in die Leibgarde des Königs aufgenommen zu werden, wird es allmählich spannend. Gegen Ende wird die Geschichte sehr rasant und ich war über einige unvorhersehbare Wendungen sehr überrascht. „Ophelia Scale“ ist eine Dystopie, die mich zum Nachdenken gebracht hat. Wie würde unsere Welt aussehen, wenn es kein Internet, oder andere Errungenschaften gäbe? Würde es uns schlechter gehen?

Andreas Gruber – Code Genesis

Terry lebt gemeinsam mit ihrem Onkel, ihrem Cousin, einem Ex-Sträfling und Frettchen Charlie auf einem U-Boot namens Kopernikus. Ihre Mutter war eine bekannte Forscherin und ist vor einigen Jahren tödlich verunglückt. Bei einem kurzen Zwischenstopp in Miami möchte Terry das Haus ihrer Kindheit besichtigen. Dort wird sie bereits von äußerst seltsamen Menschen erwartet, die Informationen über die Forschungsarbeit ihrer Mutter haben wollen. Ihr gelingt die Flucht, doch kurz danach befindet sie sich schon mit der Crew der Kopernikus auf der Flucht um die halbe Welt… Bis jetzt kannte ich von Andreas Gruber nur Thriller, umso gespannter war ich daher auf sein erstes Jugendbuch. Der Schreibstil ist genau so spannend, wie man es vom Autor bereits kennt. Ich habe dieses Buch innerhalb eines Tages durchgelesen, da es mich so in seinen Bann gezogen hat. „Code Genesis“ ist ein Abenteuerroman und erinnert mich ein Bisschen an die Geschichten von Jules Verne. Ich kann nur hoffen, dass es nicht all zu lange dauern wird, bis Band 2 erscheint.

Alex Pohl – Eisige Tage

Ein kalter Wintertag in Leipzig, in einem verlassenen Auto wird eine Leiche gefunden. Der Mann wurde mit einem gezielten Kopfschuss getötet. Bei dem toten Anwalt werden die Fotos eines Mädchens gefunden, das seit einiger Zeit vermisst wird. Hanna Seiler und Milo Novic ermitteln… „Eisige Tage“ ist der erste Krimi, den Alex Pohl unter seinem richtigen Namen veröffentlicht hat. Das Buch wird aus der Sicht mehrerer Personen erzählt, was einen guten Überblick in die Vielschichtigkeit dieser Geschichte gibt. Der Krimi lässt sich gut lesen, allerdings ist die Sprache teilweise etwas derb, was jedoch zu den entsprechenden Personen passt. Ich fand die Geschichte sehr spannend und unvorhersehbar. Ein abwechslungsreicher Krimi, den man gelesen haben sollte.

Der Zauber des Hauses Ramblings – Kate Field

Als Cassie eine interessante Stellenanzeige in der Zeitung entdeckt, zögert sie nicht lange und bewirbt sich. Gesucht wird eine Frau, die der Eigentümerin eines alten Herrenhauses auf dem englischen Land Gesellschaft leistet. Cassie fürchtet sich vor ihrem gewalttätigen Ehemann, den sie verlassen hat und der nun versucht sie zu finden. Sie hofft im Haus Ramblings zur Ruhe kommen zu können. „Der Zauber des Hauses Ramblings“ ist ein Buch, das sich besonders gut für Fans von alten englischen Herrenhäusern eignet. Zeitweise musste ich an „Downton Abbey“ denken. Die Bewohner des kleinen Dorfes sind alle echte Unikate, die man direkt in sein Herz schließt. Die Geschichte lässt sich recht einfach lesen, jedoch wird die Landschaft und das Herrenhaus sehr bildlich beschrieben. Mir hat das Buch gut gefallen und ich würde mir wünschen in Zukunft mehr von Kate Field lesen zu können.

Rückkehr nach Sunset Cove – Ella Thompson

Niclas Hunter flüchtet in das Ferienhaus seiner Familie nach Cape Cod. Seine Konkurrentin Gillian Mulhare hat ihn ausgetrickst und vor der Öffentlichkeit bloßgestellt. Er hofft in dem Haus zur Ruhe zu kommen und dass ihn die Presse dort nicht suchen wird. Womit Niclas jedoch nicht gerechnet hat, ist eine Frau anzutreffen, die gerade unter der Dusche steht. Marie ist obdachlos und wollte sich vor dem anstehenden Sturm in Sicherheit bringen, doch nun will Niclas mehr über sie erfahren… „Rückkehr nach Sunset Cove“ ist ein Roman, der die ersten Vorfreuden auf den Sommer erweckt. Die malerische Küstenlandschaft lädt zum Träumen ein. Anfänglich dachte ich, dass die Geschichte sehr vorhersehbar wäre, allerdings stellte sich diese Vermutung sehr schnell als falsch heraus. Dieser Roman ist stellenweise fast so spannend, wie ein Krimi. Was als zufällige Begegnung von Niclas und Marie im Bad des Ferienhauses begann, entwickelt sich schnell zu einer gemeinsamen Geschichte, in der es nicht nur um Romantik geht. Ich hatte großen Spaß beim Lesen und freue mich schon auf den zweiten Teil der Lighthouse Saga.

Outliers – Gefährliche Bestimmung – Die Bedrohung – Kimberly McCreight

Cassie ist tot, Wylie und ihr Freund Jasper konnten sie nicht retten. Wylie weiß nun, dass sie die Emotionen anderer Menschen lesen kann und ist mit dieser Information vollkommen überfordert. Sie sucht Hilfe und Rat bei Jasper, doch er zieht sich nach Cassies Tod immer mehr zurück. Er macht sich Vorwürfe und glaubt, dass sie wegen ihm sterben musste. Doch auch Wylies Vater ist ihr keine große Hilfe. Ärzte und Wissenschaftler locken sie in einen Hinterhalt und sperren sie gemeinsam mit anderen Mädchen in ein Krankenhaus ein. Wylie entdeckt schnell, dass sie alle die gleiche Fähigkeit haben… Band 1 der Outliers Trilogie war eines meiner Jahreshighlights 2018. Leider muss ich sagen, dass Band 2 mich enttäuscht hat. Die Geschichte kommt irgendwie nicht wirklich ins Rollen. Band 1 war so actiongeladen und rasant, doch im zweiten Buch scheint irgendwie nichts Bemerkenswertes zu passieren. Man erhält viele Infos über die Fähigkeit von Wylie, jedoch hatte ich mich mehr erhofft. Ich lasse mich davon allerdings nicht abschrecken und hoffe, dass der finale Band wieder besser wird. Ich bin sehr gespannt, wie die Geschichte um Wylie und Jasper weitergeht.

Jackaby – Der leichenbleiche Mann – William Ritter

Jackaby und Abigail versuchen den Mord an ihrer Freundin Jenny aufzuklären. Sie lebt seit ihrem Tod in Jackabys Haus als Geist weiter und findet keinen Frieden. Als sich dann auch noch weitere Mordfälle in New Fiddleham ereignen, die Jennys Fall stark ähneln, werden die beiden hellhörig.

Der dritte Band der Jackaby Reihe ist wieder sehr spannend und äußerst kreativ geschrieben. Die Geschichten rund um den fiktiven Ort New Fiddleham ziehen mich jedes mal wieder aufs Neue in ihren Bann. Der Mix aus Realität, Geisterwelt und der Erfindergeist des 19. Jahrhunderts konnten mich überzeugen. Der Schreibstil ist wie bereits in Band 1 und 2 sehr angenehm zu lesen und keineswegs anspruchslos. Band 3 hat mir sogar noch besser gefallen, wie der zweite Band.